Harmonic Drive
Produktentwicklung bis Ende der 80er Jahre
1955 Patentanmeldung
Das außergewöhnliche Funktionsprinzip unserer Getriebe, bei denen die Verformung von Material zur Übertragung von Kräften ausgenutzt wird, wurde patentiert und erhielt den Namen "Harmonic Drive". Der Inhaber des ersten Patents, ein amerikanisches Unternehmen, befasst sich vorwiegend mit der Entwicklung von Sonderantrieben für die Luft- und Raumfahrt.
1967 HDUC Einbausätze
Im Jahr 1967 wurde ein Lizenzvertrag zwischen dem amerikanischen Patentinhaber und einem japanischen Unternehmen abgeschlossen. Die Entwicklung und die Fertigung universell einsetzbarer Getriebe konzentrierte sich zunächst auf die HDUC-Einbausätze (Harmonic Drive Unit Cuptype).
1976 HDUF/HDUR-Flach-Getriebeeinbausätze
Einen weiteren Entwicklungsschritt stellten die Flach-Getriebeeinbausätze dar, die alle Vorteile des Harmonic Drive Getriebeprinzips in sehr kompakter Bauform bei geringem Gewicht bieten. Einfacher Aufbau, hohe Untersetzungsverhältnisse in einer Stufe, geringes Spiel sowie koaxialer An- und Abtrieb sind Merkmale dieses Harmonic Drive Getriebes, das sich in unterschiedlichsten Anwendungen millionenfach bewährt hat und eine hervorragende Grundlage für noch folgende Weiterentwicklungen bot.
1982 Mini-Servoantriebe
Mit der Entwicklung von hochdynamischen Servoantrieben in AC- und DC-Technik mit integrierten Harmonic Drive Präzisionsgetriebeboxen gelang dem Unternehmen ein weiterer Schritt nach vorne. Dabei wurden die Vorteile der Harmonic Drive Getriebe mit denen einer hochwertigen Elektronik sinnvoll kombiniert. Die Miniaturausführung dieser Servoantriebe erlaubt den Einsatz in engsten Bauräumen.
1988 IH-Verzahnung
Stillstand bedeutet Rückschritt. So wurde zur Erhöhung der Lebensdauer, der Verdrehsteifigkeit und der Drehmomentkapazität anhand umfangreicher Computersimulationen und Berechnungen eine neue Verzahnungsgeometrie entwickelt und zur Marktreife gebracht. Mit der von der Evolventenverzahnung abweichenden IH-Verzahnungsgeometrie wurde eine Verbreiterung des Zahneingriffsbereiches erreicht und damit die Drehmomentkapazität der Getriebe deutlich gesteigert.

